Cross-Industry Sessions – Ideen, die Branchen verbinden
Innovation trifft Vernetzung: In den Cross-Industry Sessions dreht sich alles um interdisziplinären Austausch. Experten aus diversen Branchen besprechen Möglichkeiten für Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.
Was sind Cross-Industry Sessions?
Die Cross-Industry Sessions der IFAT Munich bringen Experten aus unterschiedlichsten Branchen zusammen, um sektorübergreifend zusammenzuarbeiten. Gemeinsam entwickeln sie neue Ansätze für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.
In Diskussionen, Panels und praxisnahen Formaten, etwa zu nachhaltigem Produktdesign, innovativen Recyclingtechnologien und zirkulären Geschäftsmodellen arbeiten die Teilnehmenden an konkreten Lösungen für reale Herausforderungen. Ob direkt auf der IFAT Munich oder in Kooperation mit Partnerveranstaltungen wie der electronica, der IAA Mobility oder der ISPO Munich: Die Sessions setzen gezielt Impulse, fördern wertvolle Kontakte und erweitern den Blick über die eigene Branche hinaus durch Best Practices aus anderen Industrien.
Dieser branchenübergreifende Austausch schafft wertvolle Synergien und beschleunigt den Wandel hin zu einer ressourcenschonenden und zukunftsfähigen Wirtschaft.
Bevorstehende Veranstaltungen während der IFAT Munich 2026
Auf der IFAT Munich rückt auch die Kreislaufwirtschaft in der Automobilbranche in den zentralen Fokus. Gemeinsam mit BDE, IAA MOBILITY und VAK erwarten Sie Programm-Highlights, Fachvorträge und ein branchenübergreifender Dialog entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
- 04.05.26, 13.30-14:20 Uhr:
Vom zirkulären Design zum zirkulären Fahrzeug – Wie Kreislaufwirtschaft die Mobilität der Zukunft verändert (Fortsetzung IAA MOBILITY x IFAT Munich)
Orange Stage
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- 07.05.2026, 09:30-10:20 Uhr:
Vom Altfahrzeug zum Rohstoff: Perspektiven im Automobilrecycling
Orange Stage
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- 04.05.26, 15:00-15:50 Uhr:
Circular Mobility im realen Einsatz – vom Fahrerhaus zum kommunalen Fahrzeugkreislauf
The Truck in Action Show (VAK)
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Teilnehmende:
- Hildegard Müller (Präsidentin, VDA)
- Dr. Johannes Kirchhoff (Vorstandsvorsitzender, KIRCHHOFF Ecotec SE)
- Burkhard Oppmann (Präsident, VAK)
- Christian Wilz (CEO, Mercedes-Benz Trucks & FUSO Germany)
- 07.05.2026, 10:00-10:20 Uhr:
Cross Industry mit der IAA MOBILITY: Batterierecycling in der Mobilität
Green Stage
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- 07.05.2026, 11:00-11:50 Uhr:
Automotive Battery Recycling – Processes, Standards and Future Challenges
B6 Lounge
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- 07.05.2026, 12:00-12:50 Uhr:
Light Electric Vehicles (LEVs) – The Recycling Challenge of Small Battery Systems B6 Lounge
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Entdecken Sie die Textil-Industrie auf der IFAT Munich 2026:
- 06.05.26, 09:30-12:30 Uhr:
Explore & Connect Textile Recycling inkl. Masterclass, Tour, Get-together
B6 Lounge
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- 06.05.26, 13:00-13:20 Uhr:
Erweiterte Herstellerverantwortung für Textilien – Ziele und Umweltziele
Green Stage
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- 06.05.26, 09:30-09:50 Uhr:
BDI-Studie Kreislaufwirtschaft: Deep Dive zum Textil-Sektor
Circular Textiles - spotlight area (BDE & textil+mode, A6)
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Rückblick auf vergangene Sessions
Circular Solutions in Action – Robotics and Disassembly for the Future
23. Mai 2025, CIRCULAR REPUBLIC Festival 2025
Zentrale Erkenntnisse & Key Takeaways
Automatisierte Demontage ist ein entscheidender Hebel für die Kreislaufwirtschaft, von Solarmodulen bis zu E-Batterien. Best-Practice-Beispiele wie die hochautomatisierte Linie von SOLAR MATERIALS zeigen: Wirtschaftliche Rentabilität ist bereits in unter zwei Jahren möglich. Mit Technologien wie künstlicher Intelligenz, digitalen Zwillingen und datengetriebenen Prozessen eröffnen sich neue Chancen für mehr Präzision, höhere Rückgewinnungsquoten und echte Skalierbarkeit.
Mit dabei
Panel: Dr. José Saenz (Fraunhofer IFF), Prof. Dr.-Ing. Tobias Ortmaier (voraus robotik), Fridolin Franke (SOLAR MATERIALS)
Moderation: Rebecca Zhu (Circu Li-ion)
Von Anfang an rund: Design als Schlüssel – Integrierte Ansätze für Design-for-Recycling als Standard in der Industrie
5. Juni 2025, Tag der Kreislaufwirtschaft
Zentrale Erkenntnisse & Key Takeaways
Echte Kreislaufwirtschaft beginnt im Designprozess: Ohne vorausschauende Gestaltung landen viele Materialien im Downcycling oder als Abfall. Einheitliche Standards, der digitale Produktpass und klare politische Vorgaben wie die Ecodesign-Verordnung sind entscheidend, um Recyclingfähigkeit verbindlich zu machen. Textil-, Verpackungs- und Konsumgüterbranche brauchen Anreize und Innovation, um Rezyklate qualitativ hochwertig und wirtschaftlich einzusetzen.
Mit dabei
Panel: Anna Cavazzini (Europäisches Parlament), Dr. Susanne Lottermoser (BMUKN), Sibylle Gabler (DIN), Ingeborg Neumann (Gesamtverband textil+mode), Reinhard Schneider (Werner & Mertz), Michael Thews (Bundestag, SPD)
Moderation: Fabian Löhe (SZ Dossier)
Geht es auch ohne Müll?
1. Juli 2025, SZ Nachhaltigkeitsgipfel
Zentrale Erkenntnisse & Key Takeaways
Abfall ist oft nur ein Rohstoff am falschen Ort zur falschen Zeit, doch ohne klares Regelwerk bleibt Recycling wirtschaftlich schwierig. Die Diskussion zeigte: Designentscheidungen bestimmen Recyclingfähigkeit, Startups treiben Innovation, und öffentliche Beschaffung kann ein enormer Hebel für Kreislauflösungen sein. Rezyklate müssen wettbewerbsfähig werden, um wirklich Marktdurchbruch zu erzielen.
Mit dabei
Moderation: Kathrin Werner (Süddeutsche Zeitung)
Panel: Dietmar Böhm (PreZero), Thorsten Feldt (Remondis), Susanne Kadner (UnternehmerTUM / Circular Republic), Henning Wilts (Wuppertal Institut)
Wie Kreislaufwirtschaft die Zukunft der Mobilität verändert
12. September 2025, IAA MOBILITY
Zentrale Erkenntnisse & Key Takeaways
Die Zukunft der Mobilität hängt von Kreislaufwirtschaft ab: Sekundärmetalle wie Aluminium oder Stahl sparen bis zu 95 % Energie, Recycling ist für Batterien unverzichtbar, und digitale Produktpässe schaffen Transparenz. Politik und Industrie müssen Tempo machen – nur mit klaren Regeln, intelligentem Design und digitalen Tools bleibt Europa wettbewerbsfähig.
Mit dabei
Panel: Bernd Fleschenberg (TSR Group), Michael Püschner (VDA)
Moderation: Dirk Böttner-Langolf (BDE)
Green Defense: Warum Kreislaufwirtschaft zur Sicherheitsfrage wird
18. November 2025, SZ Wirtschaftsgipfel
Zentrale Erkenntnisse & Key Takeaways
Rohstoffabhängigkeit ist längst kein rein wirtschaftliches Thema mehr, sondern eine Frage von Sicherheit und geopolitischer Resilienz. Mit einer Importabhängigkeit von über 90 Prozent wird deutlich: Kreislaufwirtschaft ist ein strategisches Instrument zur Stabilisierung von Lieferketten, zur Risikominimierung für Unternehmen und zur Stärkung europäischer Souveränität. Circular Economy reduziert Verwundbarkeiten, fördert Innovation und erweitert den sicherheitspolitischen Blick über klassische Handelsstrategien hinaus. Die Diskussion machte klar: Green Defense beginnt im Materialkreislauf.
Mit dabei
Panel: Anja Siegesmund (BDE), Wolfgang Ischinger, Philipp Eisenmann (IFAT Munich)
EPR und Textilien: Warum Regulierung zum Wettbewerbsvorteil wird
1. Dezember 2025, ISPO Munich
Zentrale Erkenntnisse & Key Takeaways
Extended Producer Responsibility (EPR) markiert einen tiefgreifenden Systemwechsel für die Textil- und Sportartikelindustrie. Entscheidend ist nicht die Höhe möglicher Gebühren, sondern die frühzeitige Anpassung von Design, Daten und Partnerschaften. Recycelbare und langlebige Produkte senken Kosten und Risiken, digitale Produktinformationen werden zur Voraussetzung für Compliance, und ohne neue Kooperationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette lässt sich textiles Recycling nicht skalieren. Die zentrale Botschaft: Wer jetzt startet, sichert sich regulatorische Handlungsfähigkeit und strategische Vorteile.
Mit dabei
Panel: Angelique Thummerer (TURNS), Bastian Lankeit (Schwarz Group Corporate Affairs GmbH & Co. KG),Marie Nawrocki (Decathlon), Carina Hofmann-Wellenhof (CIRCULAR REPUBLIC)
Circular Republic Festival
Tag der Kreislaufwirtschaft
SZ Nachhaltigkeitsgipfel
IAA Mobility
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Newsletter: Circularity with Global Impact
Derzeit werden weltweit nur 6,9 % aller eingesetzten Ressourcen im Kreislauf geführt – ein enormes ungenutztes Potenzial. Um das zu ändern, braucht es sektorübergreifendes Denken, neue Allianzen und konkrete Lösungen. Genau hier setzen die Cross-Industry Sessions der IFAT Munich als Plattform für Austausch, Innovation und Transformation an.
Der Newsletter Circularity with Global Impact ist mehr als nur eine Begleitung einzelner Cross-Industry Sessions – er entwickelt sich zur zentralen Kommunikationsplattform für alle Themen rund um Kreislaufwirtschaft und das branchen-, disziplin- und veranstaltungsübergreifend. In regelmäßigen Ausgaben bündeln wir zentrale Erkenntnisse, Diskussionen und Lösungsansätze aus den Formaten der IFAT Munich ebenso wie von führenden Partnerveranstaltungen wie der ISPO Munich, electronica und das Circular Republic Festival.
Was Sie erwartet:
- Interviews mit Speakern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Startups und Politik
- Deep Dives zu Schlüsselthemen wie Ökodesign, zirkuläre Systeme, regulatorische Entwicklungen und Geschäftsmodelle
- Exklusive Einblicke und Learnings aus den Cross-Industry Sessions und Partnerformaten (inkl. ISPO Munich, electronica, Circular Republic Festival, SZ Kooperation)
Warum sektoraler Austausch wichtig ist
- Branchen können voneinander lernen (z. B. IT-Designprinzipien für die Verpackungsindustrie)
- Neue Partnerschaften entstehen oft an Schnittstellen
- Experten teilen praxisnahe Insights und Erfahrungen
- Inspiration für eigene Lösungen und Strategien
Die wichtigsten Takeaways für Unternehmen aus den bisherigen Cross-Industry Sessions
- Auf EPR (Erweiterte Herstellerverantwortung) vorbereiten: Frühzeitig an neue gesetzliche Anforderungen zur Produktverantwortung anpassen.
- Eco-Design umsetzen: Langlebige, reparierbare und recycelbare Produkte entwickeln, um künftige Gebühren und Sanktionen zu vermeiden.
- Rücknahmeprogramme starten: Materialkreisläufe in Bereichen wie Textilien, Elektronik und Outdoor-Produkten schließen.
- Mit Logistikdienstleistern kooperieren: Effiziente Sortierung und Wiederverwertung sicherstellen.
- Mit Eco-Design und Produktanalyse starten.
- Produktportfolios überprüfen: Wo möglich auf Monomaterialien setzen.
- Design for Recycling anwenden: Komplexe Verbundmaterialien und Beschichtungen vermeiden.
- Rezyklate fördern: Recyclingmaterialien gezielt in neuen Produkten einsetzen.
- Datenmanagement und Transparenzsysteme einführen
- Life Cycle Assessments (LCA) durchführen: Umwelt-Hotspots erkennen und gezielt optimieren.
- Digitale Produktpässe vorbereiten: Materialien, Produktionsdaten und End-of-Life-Informationen erfassen und verfügbar machen.
- Pilotprojekte für neue Geschäftsmodelle testen
- Mit Reparaturservices, Second-Life-Ansätzen und Leasingmodellen experimentieren.
- Mit Startups und Technologiepartnern zusammenarbeiten, um Innovationszyklen zu verkürzen.
- Erfolgreiche Pilotprojekte skalieren.
- Branchenübergreifende Zusammenarbeit aktiv suchen.
- Netzwerke aufbauen: Austausch mit Experten aus Umwelttechnik, Design, Recycling und Politik fördern.
- Best Practices teilen: Offene Wissensweitergabe beschleunigt den Systemwandel.
- Klein anfangen: Durch Pilotprojekte frühzeitig Erkenntnisse gewinnen und Innovationen anstoßen.
- Aus Fehlern lernen: Agilität ist der Schlüssel für erfolgreiche Transformation.