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Zu den größten Herausforderungen der Abwasserbehandlung gehört in den kommenden Jahren das Entfernen von Spurenstoffen, wie Arzneimittelrückstände, Antibiotika aus der Tierzucht oder Chemikalien, die bereits in kleinsten Mengen hormonähnliche Wirkungen zeigen. Auch Mikroplastik und multiresistente Erreger müssen verstärkt ins Visier genommen werden.

In den Kläranlagen der Zukunft geht es zudem um optimierte Stoffkreisläufe. Dazu zählt die Nährstoffrückgewinnung. In Deutschland sieht beispielsweise die im Jahr 2017 neu verfasste Klärschlammverordnung eine Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm ab 2029 vor. Weitere chemische Elemente, die im Idealfall ebenfalls nicht verloren gehen müssen, sind Stickstoff, Calcium, Kalium und Magnesium.

Der Klimawandel bereitet auch den Klärwerkern Sorgen. So machen häufigere Starkniederschläge und lange Trockenperioden den ordnungsgemäßen Anlagenbetrieb zu einer noch komplexeren Aufgabe. Doch auch schon lange vor der Kläranlage müssen Städte und Gemeinden sinnvolle Wege zum Umgang mit Wasserüberschuss und Wassermangel finden. Wichtige Stichworte sind hier Regenwasserbewirtschaftung und Schwammstadt-Konzepte. Ziel der entsprechenden Maßnahmen und Lösungen ist es, möglichst viel Niederschlagswasser an Ort und Stelle zu halten, das dann zur Versorgung von Böden und Vegetation, zur Hitzevorsorge und zur Erhaltung einer lebenswerten Umwelt eingesetzt werden kann.

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